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Wohl
identisch mit dem Geschlecht der Küri. Rudolf und Ulrich Küri sind im Urbar von
1331 erwähnt. Nach dem Einsiedler Klagerodel von 1309 überfielen etwa hundert
Landleute von Schwyz die Schweigen des Gotteshauses in der Au und auf Alpegg
und Heini Küris Gut auf dem Katzenstrick. Ein Heini Küri von Benau fiel am 2.
März 1476 bei Grandson. Die Küri hatten eine besondere Jahrzeitstiftung. Die
Kuriger von Einsiedeln bilden eine berühmte Künstlerfamilie im 18. und 19.
Jahrhundert, die wir durch drei Generationen verfolgen können. Ihr Stammvater
war August Mathias, geb. 1723, gest. 1780. Sein Sohn Josef Anton, geb. 1750,
gest. 1836 in Paris, lernte beim Vater die Goldschmiedekunst, kam dann auf
Verwenden von Medailleur Hettlinger zu einem königlichen Goldschmied nach
Paris, wo er vier Jahre blieb und sich besonders im Bossieren ausbildete, 1772
kehrte er nach Hause zurück und ging, nachdem er inzwischen auch in Korsika
gewesen war, 1784 wieder nach Paris. Er schuf Statuen für die Altäre in der
Krankenkapelle des Klosters; auf der Trachslau; im Sihltal; Weihnachtsbilder im
Kloster; auf der Au; Pietà und Isaakopfer im Stift. Von ihm stammt auch die
Tellstatue auf dem Kirchenplatzbrunnen in Altdorf. Daneben bossierte er
Wachsporträte, worunter dasjenige den Konsuls Bonaparte eines der
hervorragendsten sein soll. Sein Bruder Josef Benedikt, geb. 1754, gest. 1816
in Paris, kam schon mit 14 Jahren nach der Hauptstadt Frankreichs an die
Akademie der Künste, als Schüler des Professors Goi. Er schuf Bildnisse und
Blumenstücke in Relief, aus Wachs, Alabaster und Tonerde, von
ausserordentlicher Feinheit und Zartheit. Vielbeachtet waren seine anatomischen
Darstellungen des menschlichen Körpers. Seit 1806 hielt er sich in Einsiedeln
auf, zeitweise auch in Basel, ging dann wieder nach Paris, wo er den Kaiser
Napoleon, die Kaiserin Marie Louise und den König von Rom in Wachs bossierte.
Sein ältester Sohn Ildefons, geb. 1782, betrat, angeregt durch die Arbeiten
seines Onkels Josef Anton, ebenfalls die Künstlerlaufbahn, wurde Zeichner,
Radierer, Maler und Plastiker. Nach der Vorbildung in Einsiedeln arbeitete er
in Zürich, bis er das Geld für eine Reise nach Wien beisammen hatte, besuchte
dort die Akademie, malte dann in Einsiedeln Bilder und Altartafeln, schuf Einzelfiguren,
Gruppenbilder und Basreliefs in Wachs und Ton nach eigenen Entwürfen und
Vorlagen: Weihnachten, Dreikönige, Hl. Familie, Abendmahl, Fusswaschung,
Kreuzweg usw. Dann ging er wieder nach Wien und soll dort 1834 im
Invalidenspital gestorben sein. Er war der begabteste der Künstlerfamilie und
seine Werke sind überaus elegant und geistreich. Noch vier weitere Söhne des
Josef Benedikt Kuriger waren berühmte Wachsbossierer: Augustin Matthias, geb.
1787, gest. 1811; Franz Xaver, geb. 1790, gest. 1811; Nikolaus Adelrich, geb.
1797, gest. 1820; auch der jüngste Sohn, der des Vaters Namen trug, geb. 1798,
starb wie seine Brüder in jungen Jahren in Paris 1820. Das Kurigerwappen zeigt
das Antonierkreuz mit goldenem Stern in Rot über grünem Dreiberg (Willerzeller-Sammlung).
In gleicher Form soll es auch auf einem Grabstein der Friedhofkapelle zu
Einsiedeln, aus dem Jahre 1839 gesehen worden sein; allein das Kreuz ist nicht
eine »Krücke«, wie C. Benziger sagt, sondern das T‑förmige Kreuz mit den
zwei Glöcklein des hl. Antonius Eremita (Schweiz. Archiv für Heraldik, 1915,
Nr. 3, S. 144). Dieses Kreuz trugen die Brüder des im 11. Jahrhundert
gestifteten Antonierordens in Blau auf dem schwarzen Mantel. Text stammt aus
einem schweizer Wappenbuch |
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